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..und schon geht es los. Kaum ist das Blog ein paar Stunden online (und man bedenke, dass diese paar Stunden von einer Nacht eingenommen wurden) habe ich doch tatsächlich schon ein grandioses Thema an dem ich mich auslassen kann.Es fing alles an mit dem Aufstehen – natürlich eine halbe Stunde zu spät. Wie auch sonst? Badezimmer, auf Kronkorken treten, wieder Badezimmer (Fuß ins Waschbecken wuchten und kühlen), Anziehen, wieder ins Badezimmer (Haare glätten – ging nicht), raus, Schuhe-Jacke-Schal-Tasche-Schlüssel-Kippen-Handy und weg. Ab zur Bushaltestell..und da ging es dann erst richtig los.

Warum gibt es diese Kinder, die ohne Ende rumprahlen und Lügenmärchen verbreiten? Ich bin immer kurz davor zu den Jungs 8es sind leider meistens Jungs) rüber zu gehen und zu sagen: „DAS STIMMT NICHT…DU KLEINES EGOZENTRISCHES ARSCHLOCH!“ Ja, natürlich, klein Tim (10 Jahre) würde mich höchstwahrscheinlich mit großen Augen angucken und sich denken was das denn für ein verrückter Mann sei – Aber es müsste rein theoretisch mal gesagt werden und sei es nur aus Prinzip!
Klein Tim steht also mit Klein Dennis an der Haltestelle und erzählt ihm von einem neuen Bus der BOGESTRA, mit dem er gefahren wäre. Aber nur er wüsse davon, weil sein Vater ja bei der Bogestra arbeite. Ob wir nun glauben, dass er dort arbeitet oder nicht, Klein Tim ist niemals mit diesem Bus gefahren. Es sei nämlich das neueste auf dem Markt: Ein Dreier-Gelenk-Bus in dem zwei Fahrer säßen. Einer – ganz wie gehabt – vorn und der zweite sitze dann beim zweiten Drehgelenk. Sonst ginge das ja nicht. Der Bus sei dafür einfach zu lang.
Klein Dennis war natürlich hochbeeindruckt und staunte nicht schlecht. In seinen Augen stand eine Spur von Vergötterung. Klein-Gott Tims Brutst schwellte dermaßen an, dass man seinen Kopf kaum noch sehen konnte.
Ich hingegen…. habe nur den Kopf geschüttelt.

Aber das war es natürlich nicht: Am Hauptbahnhof ging es dann mit der vollen Ladung weiter. Eine ganze Schulklasse stand neben mir auf dem Bahnsteig und schien sie unglaublich darüber zu freuen, dass der RegionalExpress 10 minuten Verspätung hatte. Aber die süßen, kleinen, skreischenden, umherrennenden, hustenden und niesenden Bastarde haben ja Recht: Es ist wundervoll länger am Bahnsteig stehen zu dürfen, vor Kälte beinahe auf die Gleise zu springen und noch ein bisschen herumtoben zu dürfen.
Meine Äußerungen sollen natürlich nicht suggerieren, dass ich Kinder nicht mag – dem ist nicht so. Ein berühmter Schriftsteller hat einmal etwas über Kinder und Jugendliche gesagt… und diese Auffassung teile ich. (Lassen wir einfach außer Acht, dass ich selbst noch zur Hälfte Jugendlicher bin – glaube ich). Er sagte: „Die Jugend muss nur zwei Sachen beherrschen. Und zwar gut aussehen und die Klappe halten. Grandiose Ansicht.

Nun gut. Die fröhlich umherrwankende Schulklasse vertiefte sich allmählich wieder in Gespräche, während ich zitternd an meiner Zigarette zog. Einer derJungen, nennen wir ihn Klein-Tommy, starrte erst mich und dann meine Zigarette an. Dann runzelte er kurz die Stirn und drehte sich zu seinem kleinen Freund Klein-Niklas um. Klein-Tommy begann also aus seinem ausschweifenden Leben zu erzählen. Er rauche jetzt ab sofot. Seine Eltern würden ihm die Zigaretten bezahlen. nein natürlich wäre er nicht zu jung – Er dürfe das weil er schon reifer als seine Freunde wäre.
Woher zum Teufel hatte der Kerl wohl diese Idee? Er hatte sich tatsächlich Gedanken darüber gemacht, welches Lügenmärchen er gleich seinen Freunden erzählen könnte, hatte ich umgeguckt und mich erblickt. Göttlich.
Klein-Tommy rauche übrigens nur ‘auf Lunger‘ . Klein-Niklas fand die Angelegenheit natürlich mehr als seltsam und hakte nach. Welche Marke sein Freund denn rauche?
Und das war der Moment an dem Klein-Tommy ins Schwitzen kam. Panisch jagte sein Blick in meine Richtung und er murmelte irgendwas zu seinem Freund. Tja, Klein-Tommy – Meine Zigaretten sind in der Jackentasche, Pech gehabt du Proll. Sein Gesicht wurde panischer, meins fröhlicher. Gemein-fröhlich wohlgemerkt.
Er rauche diese eine Marke, ach ihm liege der name auf der Zunge. Er habe doch tatsächlich ein Brett vorm Kopf. Klein-Niklas wurde immer misstrauischer.
Ach ja, er wisse es wieder: „Kamel“ (nein, nicht Camel – er hat es tatsächlich wie geschrieben ausgepsrochen: Kamel!)

kamel.jpg

Klein-Niklas fing an zu lachen. Ich auch! Dann kam der Zug!

round round

too crazy for you?

Willkommen in der wahnsinnigen Welt von Benni und Britti. Wir berichten aus unserem Leben: Ein Haufen voller Chaos und unglaublichen Ereignissen. We are two pieces of Crazy!